02.09.2016 | Presse

Wolfsburg als Beispiel für gelungene Stadtentwicklung: Rund 20 Experten aus ganz Europa informierten sich

Die Metropolen der Welt, aber auch jede andere Stadt, befinden sich im Wettbewerb um Investoren. Welche Stadt hier zukunftsfähig aufgestellt sein will, muss ihre Stadtplanung als dauerhaften und vorausschauenden Prozess betrachten. Wie Wolfsburg diese Entwicklung im letzten Jahrzehnt gestaltet hat und wo aktuell die Herausforderungen liegen, schauten sich heute ca. 20 Mitglieder des Urban Land Institute (ULI) an. Das 1936 in Washington D.C. als gemeinnützige Forschungs- und Bildungsorganisation gegründete Institut hat heute weltweit rund 40.000 Mitglieder.

Das European Urban Regeneration Council (übersetzt etwa europäisches Stadterneuerungskomitee) des ULI setzt sich seit vielen Jahren mit nachhaltiger Stadtentwicklung auseinander, mit dem Ziel, die Interessen von Kommunen und der privaten Immobilienwirtschaft in Einklang zu bringen. Das Council tagt regelmäßig in London und hat nun als erstes Exkursionsziel mit Wolfsburg ein gelungenes Praxisbeispiel ausgewählt.

„Die moderne Stadtentwicklung definiert neben räumlichen vor allem auch inhaltliche und soziale Strukturen. Das schließt die Abwägung vielfältiger öffentlicher und privater Belange ein. Ich freue mich, dass wir dies heute am Beispiel Wolfsburgs mit Experten aus ganz Europa diskutieren können“, sagte Manfred Günterberg, Vorstand der Wolfsburg AG. Er stellte auf dem heutigen Workshop des Urban Regeneration Council des ULI die Entwicklung Wolfsburgs von der Industrie- zur Erlebnisstadt vor. Darauf aufbauend diskutierten die Teilnehmer intensiv, ob ein öffentlich-privates Unternehmen wie die Wolfsburg AG als Benchmark für andere Städte dienen kann.

Finanzexperten, Stadt- und Verkehrsplaner, Projektentwickler und Architekten: Die im Urban Regeneration Council vertretenen Professionen sind vielfältig. In dieser Mischung und dem Austausch zwischen den Interessen privater Investoren und öffentlicher Hand sehen die Mitglieder den großen Mehrwert. Deshalb standen nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Klaus Mohrs sowie der Vorstellung und Diskussion des Wolfsburger Vorgehens zur Stadtentwicklung vor allem Besuche ganz verschiedener Planungs- und Immobilienschwerpunkte auf der Agenda: vom Allerpark über das phaeno bis zu den designer outlets Wolfsburg.

Am Nachmittag referierte Otto-Ferdinand Wachs, Geschäftsführer der Autostadt GmbH, über die Entwicklung der Autostadt sowie die Bedeutung Volkswagens für die Stadtentwicklung.

Nach der Tour durch Wolfsburg zeigten sich die Teilnehmer von den umfassenden Planungen und vor allem der Umsetzungsgeschwindigkeit in Wolfsburg beeindruckt.

 

Hintergrund

Das Urban Land Institute (ULI) sieht seine Aufgabe darin, Führungsverantwortung im Bereich Landnutzung zu übernehmen, um die Lebensräume und die Umwelt zu verbessern. Als multidisziplinäres Immobilienforum, fördert es die Forschung zu Standards in Raumordnung, Städtebau und Immobilienwirtschaft sowie den Austausch von Ideen, Informationen und Erfahrungen. Mehr unter: germany.uli.org