12.04.2018 | Pressemitteilungen

Parlamentarischer Informationsdialog „Mobilität“

Regionale Wirtschaft, Kommunen und Land Niedersachsen werben für Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

Mit der Planung der Schleuse Lüneburg-Scharnebeck, einem der wesentlichen norddeutschen Verkehrsprojekte, geht es voran. Erst vor wenigen Tagen unterzeichneten Vertreter des Bundes, des Landes Niedersachsen, der Freien und Hansestadt Hamburg und der IHK Lüneburg-Wolfsburg eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Der für den Güterverkehr wichtige Ersatzneubau der Schleuse ist im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 enthalten. Hier ist auch der Weiterbau der A39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg verankert. Ein Dutzend Abgeordnete des Landes Niedersachsen und des Bundes informierten sich heute in Wolfsburg über die Bedeutung und die kommenden Meilensteine der Projekte. Dazu zählt auch der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Wolfsburg und Braunschweig, für den das Land Niedersachsen, der Regionalverband Großraum Braunschweig und die DB Netz AG Ende des vergangenen Jahres eine Vereinbarung über die Finanzierung von Planungsleistungen unterzeichnet hatten.

„Eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur gehört zu den Grundlagen für erfolgreiches Wirtschaften. Dabei muss Mobilität für alle verträglich bleiben. Gerade um den Aufkommenszuwachs im Güterverkehr zu bewältigen, ist eine intelligente Verbindung aller Verkehrsträger gefragt. Durch das Zusammenwirken von Wirtschaft und öffentlicher Hand haben wir mit Blick auf die genannten Projekte viel für Niedersachsen erreicht“, sagt Stefan Muhle, Niedersächsischer Staatssekretär für Digitalisierung. Zu den Referenten gehörten außerdem Michael Peuke von der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Martin Köther, Wasser- und Schifffahrtsamt Braunschweig und Uelzen, Fritz Rössig, Regionalverband Großraum Braunschweig, Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg, und Thomas Krause, Vorstand der Wolfsburg AG.
Der Neubau der Schleuse Lüneburg-Scharnebeck ist wichtig, um die Durchgängigkeit im Elbe-Seitenkanal zu erhöhen. Dadurch steigt die Leistungsfähigkeit des gesamten norddeutschen Wasserstraßensystems. Für den Ausbau des Kanals, der für die Region zwischen Wolfsburg und Hamburg die wichtigste Binnenwasserstraße vom und zum Hamburger Hafen darstellt, werben die Industrie und Handelskammern Lüneburg-Wolfsburg und Lübeck, die Handelskammer Hamburg sowie die Hamburg Hafen Marketing e.V. im April in Berlin mit einem Parlamentarischen Abend.

Weitere Schritte beim Ausbau der A39 und Bahnstrecke Wolfsburg-Braunschweig
Für den Weiterbau der A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg soll bis Sommer 2018 der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt zwischen Wolfsburg und Ehra-Lessien vorliegen. Unabhängig davon beginnen im Sommer wichtige Sanierungsarbeiten an der A39 im Raum Wolfsburg. „Für eine Entspannung der Verkehrslage auf der A39 ist für uns auch der sechsspurige Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter und der Anschlussstelle Sandkamp ein Top-Thema. Dafür setzen wir uns gemeinsam mit der ansässigen Wirtschaft beim Bund ein“, betonte Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg.

Auch mit dem Bau eines zweiten Gleises auf der Bahnstrecke von Wolfsburg nach Braunschweig, der so genannten „Weddeler Schleife“, geht es weiter. „Das Vorhaben der DB Netz AG wird eng von Bund und Land Niedersachsen sowie dem Regionalverband als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr begleitet. Nach der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung im vergangenen Jahr wird gegenwärtig an der Erstellung der Entwurfsplanung gearbeitet“, erläutert Fritz Rössig, Leiter Abteilung Nahverkehr beim Regionalverband Großraum Braunschweig. Die Ausschreibung der Bauleistungen soll in 2019 erfolgen, mit dem Baubeginn wird 2020 gerechnet.

 

Bildunterschrift: Die Teilnehmer des 4. Parlamentarischen Informationsdialogs diskutierten heute in Wolfsburg regionale Verkehrsprojekte.

Bildnachweis: Wolfsburg AG / Matthias Leitzke