31.03.2014 | Wirtschaftsförderung

Wolfsburg AG zeigt neue Werk- und Produktionsfläche „WerkStatt“ im Gewerbegebiet Ost

Wolfsburg gilt laut dem Prognos Zukunftsatlas 2013 bundesweit als Stadt mit der dynamischsten Wirtschaft. Motor dafür sind Produkt- und Dienstleistungsinnovationen, deren Erfolg vor dem Hintergrund immer kürzerer Produktentwicklungszyklen von einer schnellen Marktreife abhängt. Hier setzt die Wolfsburg AG mit der flexiblen Werk- und Produktionsfläche „WerkStatt“ im Gewerbegebiet Ost an: Start-ups und alle weiteren Unternehmen können ab sofort kurzfristig und für einen bestimmten Zeitraum Arbeits- und Büroflächen oder Werkzeuge zur Metallbearbeitung mieten. Das Angebot eignet sich insbesondere für die Realisierung von Prototypen oder Kleinserien. Bei Bedarf nutzt die Wolfsburg AG einen Teil der Fläche für eigene Projekte. Noch vor der Eröffnung testete das Unternehmen in enger Abstimmung mit der Stadt Wolfsburg in einem Pilotprojekt die Brikettierung von Laub und weiteren Grünabfällen zu Heizbriketts.

Mit der WerkStatt hat die Wolfsburg AG erstmals ein Angebot geschaffen, das dem aus der Kreativ-Branche bekanntem Co-Working-Space ähnelt, jedoch die Zielgruppe Industrie und Handwerk anspricht. Die rund 600 Quadratmeter große WerkStatt in der Benzstraße 8 beinhaltet Büroflächen, so genannte Innovationsboxen, individuell buchbare Werkstattflächen mit Werkbank sowie eine Metallwerkstatt. Das heißt, Unternehmer können für einen flexiblen Zeitraum Büroflächen zwischen 9 und 20 Quadratmetern, Werkzeuge zur Metallbearbeitung und 3D-Drucker mieten sowie Sanitär- und Gemeinschaftsräume zusammen mit weiteren Mietern nutzen.

Noch vor Eröffnung der „WerkStatt“ testete die Wolfsburg AG deren Betrieb mit dem Pilotprojekt „Blattgold“. Im Projekt wird geprüft, ob Laub und andere Grünabfälle energetisch wertvoll zu Heizbriketts verarbeitet und später als Heizmaterial, zum Beispiel für die Betriebshöfe der Stadt Wolfsburg, genutzt werden können. Der erste Schritt, die Brikettierung von 30 Tonnen Laub, Tannenbäumen und anderen nachwachsenden Rohstoffen zu Briketts unterschiedlicher Zusammensetzung, ist inzwischen abgeschlossen. Aktuell läuft die wissenschaftliche Auswertung zu Brennwerten, Schadstoffgehalt und Ascheanteil sowie die eigene Analyse des Prozesses. Auf dieser Basis kann im Mai eine Aussage über die wirtschaftliche Machbarkeit und eine ggf. Umsetzung in größerem Stil getroffen werden.