31.08.2016 | Wolfsburg AG

Fokus Logistik

Wirtschaftsförderer besuchten Logistikzentren in der Region.

Logistik ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Hoher Flächenbedarf, wenige Arbeitsplätze und viel Verkehr sind die häufigsten Kritikpunkte. Doch was steckt alles hinter dem drittgrößten Wirtschaftsbereich Deutschlands nach der Automobilwirtschaft und dem Handel? Auf der Suche nach Antworten begaben sich die Wirtschaftsförderer der Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie der Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt und Peine in die Region und blickten hinter die Kulissen. „Die Logistik ist ein hochkomplexer Wirtschaftszweig mit drei Millionen Beschäftigten. Deshalb haben wir gemeinsam mit den regionalen Wirtschaftsförderungen ein Themenjahr Logistik ins Leben gerufen, um zu erfahren was alles dahinter steckt und wie Prozesse ineinander greifen“, erklärt Thomas Ahlswede-Brech von der Allianz für die Region GmbH.

Erstes Ziel war das im vergangenen Jahr in Betrieb genommene Volkswagen Logistik Optimierungszentrum im Landkreis Peine. Es fasst auf 142.000 Quadratmetern die bisher 13 dezentrale Lagerungsstätten des Volkswagen Werks Braunschweig zusammen. Ein eigener Bahnanschluss zur direkten Anbindung an das Werk wurde geschaffen und bei der Planung insbesondere auf Nachhaltigkeit und Minimierung der Lärmemission geachtet. Heute sind die An- und Ablieferungsstellen für die LKW-Verkehre in die bestehende Hallenkonstruktion integriert.

Als nächstes stand der Braunschweiger Hafen als Destination auf dem Programm. Es ist der größte Containerhafen Norddeutschlands mit einem jährlich Umschlag von fast einer Millionen Tonnen Gütern. An einem Bespiel konnte man diese Bedeutung besonders betrachten: Am Hafen lagert der Rohstoffvorrat für die Energie- und Wärmeversorgung der Stadt Braunschweig.

Das letzte Ziel des Tages war Hankensbüttel im nördlichen Landkreis Gifhorn. Hier befindet sich das Logistikzentrum des Snackherstellers Lorenz, der jährlich 55.000 Tonnen Kartoffeln verarbeitet. Die Produktion am Standort greift in einer Verbindunglinie nahtlos zur Logistik über.

"Unser Fazit: Während andere Wirtschaftsbereiche erst anfangen sich mit Themen wie Digitalisierung zu beschäftigen, ist die Logistik schon viel weiter, indem sie Warenströme nicht nur optimiert, sondern auch digitalisiert. Allerdings steigen die Anforderungen im Zeitalter der Online-Dienste, Same-Day-Delivery auch stetig", resümiert Ahlswede-Brech.