22.05.2017 | Wolfsburg AG

Start-up „Tretbox“ für Volkswagen Inkubator ausgewählt

Mit dem Team "Tretbox" zieht ein vom InnovationsCampus der Wolfsburg AG betreutes Start-up in den Inkubator der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden ein.

Das Start-up Team „Tretbox“ aus Berlin hat der InnovationsCampus Wolfsburg mit umfangreichen Leistungen aus dem Bereich Marktforschung und Geschäftsmodellentwicklung gefördert. Nach einem Pitch-Wettbewerb ziehen sie im Sommer in die Gläserne Manufaktur. Dort entwickeln sie mit Unterstützung von Volkswagen-Experten sowie der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden ihre Ideen zur Marktreife.

„Wir sind begeistert von der enormen Innovationskraft der jungen Gründer“, resümierte Manufaktur-Standortleiter Lars Dittert. „Das zeigt, dass wir mit dem neu etablierten Inkubator-Programm den richtigen Weg für Volkswagen eingeschlagen haben. Ziel ist es, innovative Mobilitätsideen in Dresden rasch umzusetzen.“ Beworben hatten sich fast 50 Mobilitäts-Start-ups. 14 Gründer aus Rumänien, Spanien und Deutschland haben sich in jeweils 30-minütigen Sessions vor einer achtköpfigen Jury präsentiert.

Ausgewählt wurden:

Tretbox: Das Unternehmen entwickelt eine neue Art elektrisches Lasten-Pedelec, das Wetterschutz und Transportfähigkeit bietet. Es soll vor allem bei der Paketzustellung auf Kurzstrecken eingesetzt werden und auch autonom fahren können.

Smart City System: Das Start-up hat ein Sensorsystem entwickelt, das in Echtzeit den Belegungsstatus eines Parkplatzes erkennt. Das System dient zur Navigation zu freien Parkplätzen und reduziert so innerstädtisches Verkehrsaufkommen durch eine langwierige Parkplatzsuche.

LoyalGo: Die jungen Gründer wollen den Ausbau von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Zusammenarbeit mit lokalen Einzelhändlern forcieren. Dafür haben sie ein Bonussystem für Einzelhändler entwickelt, das sich über Werbeanzeigen an der Ladesäule („Digitale Litfaßsäule“) finanziert.

Ekoio: Das Telematik-Start-up Ekoio hat bereits einen intelligenten Fahrassistent entwickelt, der etwa Fahrzeugnutzern, Versicherungen, Car-Sharing-Unternehmen oder Flottenkunden wichtige Daten zu Fahrgewohnheiten gibt und etwa eine sparsame Fahrweise mit einem Bonussystem belohnt. Ziel ist u.a. die Reduktion des Kraftstoffverbrauchs. 

Vor zwei Monaten wurden bereits Spezialisten für geografische Big-Data-Analysen, Geospin aus Freiburg, ausgewählt sowie die Kleinbusvermieter CarlundCarla.de aus Dresden, die ein neuartiges Konzept zum Corporate Car-Sharing entwickeln werden.

Zum Programm: Die Gründerteams ziehen im Sommer für sechs Monate in die Gläserne Manufaktur ein. Nach drei Monaten müssen die Teams ihre ersten Ergebnisse zeigen. Sind diese überzeugend, sollen die Start-ups die Ideen in Dresden zur Marktreife entwickeln. Zur Jahreswende 2017/2018 sollen dann weitere Teams in die Manufaktur einziehen. Der Inkubator richtet sich dabei gezielt an gründungswillige Studenten und Wissenschaftler. Wichtig: Teil des Inkubator-Programms ist eine finanzielle Unterstützung von 15.000 Euro pro Start-up.