03.05.2018 | Verkehr

Rückenwind für regionale Verkehrsprojekte

Land- und Bundestagsabgeordnete informieren sich auf Einladung der Wolfsburg AG über Sachstand regionaler Projekte zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. vor allem mit der Planung der Schleuse Lüneburg-Scharnebeck, einem der wesentlichen norddeutschen Verkehrsvorhaben, geht es voran.

Erst vor wenigen Tagen unterzeichneten Vertreter des Bundes, des Landes Niedersachsen, der Freien und Hansestadt Hamburg und der IHK Lüneburg-Wolfsburg eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Der für den Güterverkehr wichtige Ersatzneubau der Schleuse ist im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 enthalten. Mehr über diese und weitere Meilensteine regionaler Verkehrsprojekte erfuhren rund ein Dutzend Abgeordnete des Landes Niedersachsen und des Bundes auf der Informationsveranstaltung Mitte April in Wolfsburg.

„Eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur gehört zu den Grundlagen für erfolgreiches Wirtschaften. Dabei muss Mobilität für alle verträglich bleiben. Gerade um den Aufkommenszuwachs im Güterverkehr zu bewältigen, ist eine intelligente Verbindung aller Verkehrsträger gefragt. Durch das Zusammenwirken von Wirtschaft und öffentlicher Hand haben wir mit Blick auf die genannten Projekte viel für Niedersachsen erreicht“, sagt Stefan Muhle, Niedersächsischer Staatssekretär für Digitalisierung. Zu den Referenten gehörten außerdem Michael Peuke von der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Martin Köther, Wasser- und Schifffahrtsamt Braunschweig und Uelzen, Fritz Rössig, Regionalverband Großraum Braunschweig, Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg, und Thomas Krause, Vorstand der Wolfsburg AG.

Der Neubau der Schleuse Lüneburg-Scharnebeck ist wichtig, um die Durchgängigkeit im Elbe-Seitenkanal zu erhöhen. Dadurch steigt die Leistungsfähigkeit des gesamten norddeutschen Wasserstraßensystems. Für den Ausbau des Kanals, der für die Region zwischen Wolfsburg und Hamburg die wichtigste Binnenwasserstraße vom und zum Hamburger Hafen darstellt, werben die Industrie und Handelskammern Lüneburg-Wolfsburg und Lübeck, die Handelskammer Hamburg sowie die Hamburg Hafen Marketing e.V. im April in Berlin mit einem Parlamentarischen Abend.

Weitere Schritte beim Ausbau der A39 und Bahnstrecke Wolfsburg-Braunschweig

Für den Weiterbau der A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg soll bis Sommer 2018 der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt zwischen Wolfsburg und Ehra-Lessien vorliegen. Unabhängig davon beginnen im Sommer wichtige Sanierungsarbeiten an der A39 im Raum Wolfsburg. „Für eine Entspannung der Verkehrslage auf der A39 ist für uns auch der sechsspurige Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter und der Anschlussstelle Sandkamp ein Top-Thema. Dafür setzen wir uns gemeinsam mit der ansässigen Wirtschaft beim Bund ein“, betonte Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg.

Auch mit dem Bau eines zweiten Gleises auf der Bahnstrecke von Wolfsburg nach Braunschweig, der so genannten „Weddeler Schleife“, geht es weiter. „Das Vorhaben der DB Netz AG wird eng von Bund und Land Niedersachsen sowie dem Regionalverband als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr begleitet. Nach der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung im vergangenen Jahr wird gegenwärtig an der Erstellung der Entwurfsplanung gearbeitet“, erläutert Fritz Rössig, Leiter Abteilung Nahverkehr beim Regionalverband Großraum Braunschweig. Die Ausschreibung der Bauleistungen soll in 2019 erfolgen, mit dem Baubeginn wird 2020 gerechnet.