08.05.2019 | Inegrationsmoderator

„Integrationsmoderator Wolfsburg“ bis März 2020 verlängert

Projekt begleitet seit 2017 Geflüchtete auf dem Weg in den Beruf

(v.l.) Integrationsmoderator Marcel Standar (Wolfsburg AG), Rustam Dashna, Katarzyna Stute (Stadt Wolfsburg) und Sebastian Kriebler (Arbeitgeber-Service Wolfsburg).

Gesellschaftliche Integration durch berufliche Förderung erleichtern – diesen Ansatz verfolgt das Projekt „Integrationsmoderator Wolfsburg“. Seit 2017 ergänzt es bestehende Aktivitäten zur Fachkräftesicherung und Integrationspolitik und ist im Jobcenter Wolfsburg beim Integration Point angesiedelt. Mehr als 50 erwerbsfähige Flüchtlinge wurden bislang unterstützt und rund 25 Betriebe mit Interesse an der Beschäftigung von Geflüchteten beraten. Das Projekt setzen die Wolfsburg AG, die Agentur für Arbeit Wolfsburg, die Stadt Wolfsburg sowie das Jobcenter Wolfsburg gemeinsam um. „Unser Ziel ist die Vermittlung der Interessenten in Beschäftigung oder Ausbildung. Die Beratung, die ich als Integrationsmoderator leiste, ist ein zusätzliches Angebot mit dem wir über eine individuelle Betreuung den Weg in das Berufsleben begleiten. Dies würdigt auch das Land Niedersachsen, indem es über das planmäßige Projektende im März 2019 hinaus für ein weiteres Jahr Fördermittel bereitstellt“, sagt Marcel Standar von der Wolfsburg AG. Interessenten erhalten bei ihm weitere Informationen unter Telefon 05361.897-4661 oder per E-Mail an marcel.standar@wolfsburg-ag.com.

Die Projektpartner haben es sich zur Aufgabe gemacht, Geflüchtete mit Unternehmen in Kontakt zu bringen und bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz sowie der Integration in den Betrieb intensiv und individuell zu unterstützen. Die Arbeit des Teams reicht neben der Weitergabe von Informationen rund um die vielfältigen Aspekte der Arbeitswelt in Deutschland über die Vereinbarung von Praktikums- oder Hospitationsphasen bis zur Vermittlung in ein konkretes Arbeitsverhältnis. Über 30 der mehr als 50 durch den Integrationsmoderator begleiteten Geflüchteten gelangten auf diesem Weg direkt in Praktika bzw. Einstiegsqualifizierungen, Ausbildung oder Beschäftigung.

Einen anderen Weg beschreibt die Geschichte von Rustam Dashna. Der 26-jährige Afghane kam 2015 nach Deutschland und studiert seit April 2019 im Masterstudiengang Bauingenieurwesen an der TU Braunschweig. Nebenbei jobbt er als Verkäufer in Wolfsburg. „Beides habe ich mir selbst gesucht. Aber mit den entsprechenden Anträgen, zum Beispiel für BAföG-Leistungen oder für die Anerkennung meiner ausländischen Abschlüsse, war ich überfordert. Da hat mir das Angebot des Integration Points, wo ich von Anfang an immer ein offenes Ohr gefunden habe, enorm geholfen“, berichtet Dashna. Durch das Masterstudium möchte er seinen in Afghanistan erworbenen Bachelor-Abschluss ergänzen und anschließend als Bauingenieur in Deutschland arbeiten.