07.02.2014 | Wirtschaftsförderung

Erstes Mobilitätsforum der Landesinitiative Mobilität erfolgreich

Zukünftig arbeiten Amerika und Deutschland im Bereich der intelligenten Verkehrssysteme enger zusammen

Am gestrigen Donnerstag, den 6. Februar 2014, fand das erste Mobilitätsforum der Landesinitiative Mobilität statt. Fachexperten der Mobilitätswirtschaft diskutierten in der Robotation Academy in Hannover über die zukünftige Mobilität, das automatische Fahren und Trends aus der Mobilitätsforschung.

Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies begrüßte die rund 150 Gäste und erläuterte die Anforderungen der Mobilitätswirtschaft sowie die Wichtigkeit der Automobilindustrie für die gesamte niedersächsische Wirtschaft. Anschließend berichtete Harry Evers, Sprecher der Landesinitiative Mobilität, über die Ziele und weiteren Schritte.

In einer Videobotschaft richtete sich Scott Belcher, Präsident von Intelligent Transport Systems (ITS) America, an die Gäste und bekundete die zukünftige Kooperation zwischen Deutschland und Amerika. Gemeinsam werden nun auf internationaler Ebene Projekte initiiert und weiter vorangetrieben. Dies stärke auch die Niedersächsische Automobilwirtschaft und -forschung. Über die Entwicklungen im Bereich automatisches Fahren referierten im Anschluss Prof. Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen Konzernforschung, und Prof. Karsten Lemmer, Institutsleiter am Institut für Verkehrssystemtechnik des Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt. 

In der abschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Thomas Krause, Vorstand Wolfsburg AG, diskutierten neben Leohold und Lemmer der Experte im Bereich Telematik der Robert Bosch GmbH, Michael Strugala, sowie der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel über die zukünftige Bedeutung des automatischen Fahrens. Bereits heute sind die ersten Schritte in die Zukunft des Autofahrens mit Spurhaltesystemen, Tempomat und Abstandswarnern Realität. Wie schnell jedoch die Entwicklung hin zu komplett automatisch fahrenden Autos realisiert werden kann, hänge laut der Experten auch von der Akzeptanz der Nutzer und den rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Klar ist aber, dass an der Technik bereits intensiv geforscht wird. Wenzel betonte zudem die Wichtigkeit, nicht nur über die Möglichkeiten im Fahrzeug selbst nachzudenken, sondern auch die Infrastruktur mitzunehmen.

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass nur im Zusammenspiel mit einer intelligenten Infrastruktur das hochautomatisierte Fahren zukünftig ermöglicht werden kann.