08.03.2017 | Wolfsburg AG

Autonomes Fahren - Testfeld Niedersachsen startet 2017

Niedersachsens Wirtschaftsminister Minister Olaf Lies: „Wir forschen für die Zukunft der Mobilität in Deutschland" / Wolfsburg AG gehört zu Industriepartnern

Im niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium fiel Anfang März 2017 der Startschuss für das „Testfeld Niedersachsen" für automatisiertes und vernetztes Fahren gefallen. Minister Olaf Lies und Vorstand Karsten Lemmer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig vereinbarten in einem „Memorandum of Understanding" (MoU) die Partnerschaft für das Projekt. Bereits in 2017 startet die Einrichtung des Testfelds auf 280 Streckenkilometern im Raum Hannover-Wolfsburg/Braunschweig-Salzgitter.

Involviert sind Teile der A 2, A 7, A 39 und A 391, der B 3, B 6 und B 243 sowie auch Bereiche des Stadtgebietes Braunschweig. Das Land Niedersachsen (Wirtschaftsministerium und Wissenschaftsministerium) und das DLR investieren in den schrittweisen Aufbau des Testfeldes gemeinsam fünf Millionen Euro.

Thomas Krause, Vorstand der Wolfsburg AG, unterstrich: „Der Wirtschaftsstandort Wolfsburg bietet mit seinem überproportional hohen Pendleraufkommen ein realistisches Versuchslabor für autonomes Fahren und intelligente Mobilität im städtischen Kontext. Wenn wie hier, täglich rund 80.000 Menschen in einen Ort mit 125.000 Einwohnern ein- und auspendeln, verspricht der Einsatz neuartiger Systeme eine effizientere Verkehrssteuerung und Nutzung der Infrastruktur. Als Partner im Testfeld Niedersachsen wollen wir gewährleisten, dass Wolfsburg zu den ersten Standorten gehört, die für hochautomatisiertes Fahren fit gemacht werden."

Minister Olaf Lies ist „hoch erfreut", für das Projekt mit dem DLR einen Partner mit außerordentlicher Fachkompetenz gewonnen zu haben. Denn bereits Mitte 2014 hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig die Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM) in Betrieb genommen. Unter anderem stehen in Braunschweig bereits eine Forschungskreuzung, eine mit Kommunikationstechnik ausgestattete Referenzstrecke, eine Reihe von Fahrsimulatoren und weitere Anlagen bzw. Prüfstände zur Verfügung.