06.04.2017 | Wolfsburg AG

„Zukunftsraum Wolfsburg“

Forschungsprojekte erarbeiten Planungs- und Bewertungsinstrumente für die Integration energetischer Lösungen in den Stadtplanungsprozess und zur Bewertung des ‚Status quo‘ von Quartieren.

Ausgehend vom „Masterplan 2020“ der Stadt Wolfsburg sollen am südöstlichen Stadtrand bis zu 4.000 Wohneinheiten entstehen. Geplant sind moderne Quartiere mit einer nachhaltigen, systemisch vernetzten Energieversorgung. In den Forschungsprojekten „Zukunftsraum Wolfsburg“ und „EnEff:Stadt“ entstehen dafür seit 2016 Konzepte für vernetzte Energiesysteme und deren Einbindung in den Stadtplanungsprozess. Aktuell wird ein strategischer Leitfaden fertig gestellt, der konkrete Technologien sowie deren Kombination beschreibt und gleichzeitig Aussagen zu CO2-Einsparpotenzialen, Umsetzbarkeit und Auswirkung auf die Stadtstruktur ermöglicht.

In den Projekten kooperieren die Institute für Städtebau und Entwurfsmethodik, Gebäude- und Solartechnik sowie das Institut für Volkswirtschaftslehre der TU Braunschweig mit der Stadt Wolfsburg, den Stadtwerken Wolfsburg, der Wolfsburg AG, der Neuland Wohnungsgesellschaft, Volkswagen Immobilien und der Zukunftsforschung der Volkswagen AG. Fördermittel geben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Das Teilprojekt „EnEff:Stadt: Vernetzte Quartiere für den Zukunftsraum Wolfsburg“, gefördert durch das BMWi, erarbeitet den strategischen Leitfaden als Entscheidungshilfe für Stadtplaner, Wohnbaugesellschaften, Energieversorger und Investoren. Er dient der Weichenstellung in frühen Planungsphasen, da er eine Abschätzung der Wirksamkeit von möglichen Maßnahmen in den erlaubt. Zudem hilft der Leitfaden zu identifizieren, ob Maßnahmenkombinationen Synergien erzeugen oder zueinander im Konflikt stehen. In Ergänzung dazu wird ein einfach anwendbares Simulationsinstrument für die Bilanzierung der voraussichtlichen CO2-Emissionen auf den drei Ebenen Gebäude, Quartier und Netz entwickelt.

Nachhaltiges Stadtsystem und attraktiver Wohnraum

Die städtebaulichen und energetischen Qualitäten von Bestands- und Neubau-Quartieren soll künftig ein Nachhaltigkeitsbarometer erfassen, bewerten und grafisch darstellen. Der ‚Status quo‘ von Quartieren soll sich mit dem Barometer mit möglichst geringem Erfassungsaufwand abschätzen lassen. Bewertungskriterien für die vier Handlungsfelder Quartier und Gebäude, Mobilität, Energiesysteme und Freiräume zeigen die Potenziale für die Einzelquartiere auf. So lauten die Zwischenergebnisse im von der DBU geförderten Teilprojekt „Zukunftsraum Wolfsburg - Strategien zur Umsetzung der Energiewende im städtischen Kontext“.

Bis zum nächsten Projekttreffen im Herbst werden die Partner die Planungs- und Bewertungsinstrumente weiterentwickeln und die Anwendung in den Bestands- und Neubauquartieren Hellwinkel, Steimker Gärten und Nordsteimke erproben.

Kontakt

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Eric Hoffmann Telefon: 05361.897-2360 schreiben