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FAQ



Grundsätzliche Fragen zum Projekt
Organisation
Finanzierung des Projekts
Rund um den RVA




Grundsätzliche Fragen zum Projekt

Was sind die Ziele von ready4work?
ready4work unterstützt die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze für marktbenachteiligte Jugendliche in der Region Wolfsburg-Gifhorn-Helmstedt und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Abbau der Jugendarbeitslosigkeit.

Wann wurde ready4work gegründet?
Die Initiative ready4work wurde 2003 ins Leben gerufen.

Warum wurde ready4work entwickelt?
Eine abgeschlossene Berufsausbildung stellt eine bedeutende Investition in die Zukunft dar – sowohl für die Jugendlichen selbst als auch für die Region, in der sie leben. Für junge Menschen bildet sie eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Ohne Ausbildung drohen Arbeitslosigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzung bis hin zu sozialem Abstieg und Armut.
Darüber hinaus können eine schlechte Ausbildungsplatzsituation und eine hohe Arbeitslosigkeit zum Attraktivitätsverlust der ganzen Region und zu Abwanderungen von Arbeitskräften führen. Eine gute Ausbildungsplatzsituation hingegen birgt gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein hohes wirtschaftliches Potential in sich.
Das Angebot an Ausbildungsplätzen in der Region ist knapp. Jährlich finden ca. 2.000 junge Menschen keinen Ausbildungsplatz. Im gesamten Agenturbezirk Wolfsburg-Gifhorn-Helmstedt kamen zum 30.09.2007 auf 2.378 gemeldete Berufsausbildungsstellen 4.358 gemeldete Bewerber*.
Vor allem Altbewerber und Jugendliche mit niedrigeren Bildungsabschlüssen haben auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz häufig das Nachsehen. Sie benötigen daher eine gezielte Förderung, um in das Berufsleben integriert werden zu können.
*Bundesagentur für Arbeit (2008): „Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge am 30. September – Berichtsjahre 1997-2007“

Was wurde bisher erreicht?
ready4work konnte seit 2003 die Einrichtung von 285 zusätzlichen Ausbildungsplätzen in der Region Wolfsburg-Gifhorn-Helmstedt ermöglichen. Hierfür konnten über 1,67 Millionen € an Spendengeldern gesammelt und eingesetzt werden.

Wie funktioniert ready4work?
Neben der Fördermitgliedschaft im Verein besteht die Möglichkeit durch Aktionen Spenden für ready4work einzuwerben, spezielle Produkte für ready4work aufzulegen oder Direktspenden an den Verein zu leisten. Hierfür bietet das ready4work-Team den Partnern eine Vielzahl von kreativen Umsetzungsmöglichkeiten an und unterstützt die Partner bei der Konzeption und Umsetzung von Aktionen.

Warum weitet ready4work seine Aktivitäten auf die Landkreise Gifhorn und Helmstedt aus?
Die kreisfreie Stadt Wolfsburg wird laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)** als überregionales Ausbildungszentrum eingeordnet. Dies zeigt sich insbesondere durch ein hohes Pendleraufkommen – und zwar nicht nur der Arbeitnehmer, sondern auch der Auszubildenden. Knapp 50% der Auszubildenden in Wolfsburg haben ihren Wohnsitz außerhalb der Stadt Wolfsburg. Dies lässt darauf schließen, dass ein Mangel an Ausbildungsplätzen in den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt unmittelbare Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt in Wolfsburg hat. Jugendliche, die im Umland keinen Ausbildungsplatz finden, weiten ihre Suche auch auf Wolfsburg aus. Das verdeutlicht, dass eine gute Ausbildungsplatzsituation allein in Wolfsburg das Problem fehlender Ausbildungsplätze nicht lösen kann. Es gilt somit auch die Anzahl an Ausbildungsplätzen in den Landkreisen Gifhorn und Helmstedt zu erhöhen.
**Harten, Uwe (2008): „Mobilität von Auszubildenden in Niedersachsen und Bremen“, in: IABregional, Nr. 01/2008.

Organisation

Wer steht hinter ready4work?
Das gemeinschaftliche Engagement der Volkswagen Aktiengesellschaft (Unternehmen und Arbeitnehmervertretung), der Stadt Wolfsburg und der Wolfsburg AG hat die Initiative ins Leben gerufen. 2004 wurde der Förderverein ready4work e. V. gegründet. Zahlreiche Wolfsburger Unternehmen und Verbände sowie Privatpersonen engagieren sich als Mitglieder oder Partner für ready4work, indem sie mit verschiedenen Aktionen Gelder für ready4work mobilisieren.

Was ist der Förderverein ready4work e. V.?
Der Förderverein ready4work e. V. wurde 2004 als Träger der Initiative ready4work gegründet. Gründungsmitglieder waren 20 Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Verbänden der Region Wolfsburg. Heute gehören dem Verein 376 Mitglieder an, darunter 55 Unternehmen und Verbände. „Zweck und Ziel des Vereins ist die Unterstützung… von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen… vor allem für benachteiligte Gruppen“ (Auszug aus der Vereinssatzung).

Wer gehört dem Vorstand des Fördervereins ready4work e. V. an?
Als Vorsitzender des Vorstandes engagiert sich Bernd Osterloh (Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen Aktiengesellschaft). Stellvertretender Vorsitzender ist Klaus Mohrs (Erster Stadtrat der Stadt Wolfsburg). Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Christiane Hesse (Volkswagen Financial Services AG), Karin Sonnenmoser(AutoVision GmbH), Dr. Günther Koch (Volkswagen Aktiengesellschaft) sowie Julius von Ingelheim (Wolfsburg AG).

Wie hoch sind die Mitgliedsbeiträge im Förderverein ready4work?
Die jährlichen Mitgliedsbeiträge des Fördervereins ready4work e. V. liegen bei 25 € für Privatpersonen und 250 € für institutionelle Mitglieder.

Wer ist operativer Treiber der Initiative ready4work?
Neben dem Engagement der Vereinsmitglieder unterstützen die Gründungspartner von ready4work (Volkswagen Aktiengesellschaft, Stadt Wolfsburg und Wolfsburg AG) den Erfolg der Initiative durch ein operatives Projektteam, das bei der Wolfsburg AG angesiedelt ist und sich aus Mitarbeitern der drei Partner zusammensetzt. So fallen keine zusätzlichen Personal- oder Verwaltungskosten an. Auf diese Weise können alle gesammelten Spenden ohne Abzüge zu 100% zur Mitfinanzierung zusätzlicher Ausbildungsplätze eingesetzt werden.

Finanzierung des Projekts

Wie viele Spenden hat der Förderverein ready4work e. V. seit 2004 gesammelt?
Der Förderverein ready4work e. V. hat bisher über 1,67 Millionen € Spenden gesammelt und für zusätzliche Ausbildungsplätze eingesetzt.

Woher stammen die Spendeneinnahmen des Fördervereins ready4work e. V.?
Die Spendeneinnahmen des Fördervereins stammen aus Mitgliedsbeiträgen, Aktionen von Partnern, dem Verkauf von ready4work-Produkten sowie einer großen Anzahl von Direktspenden.

Was sind Partneraktionen?
Seit Ende 2003 haben Partner von ready4work mehr als 110 Aktionen und Veranstaltungen zugunsten von ready4work durchgeführt. Beispiele sind Überstundenspenden, Hoffeste, Sonderverkäufe oder Fußballturniere.

Welche ready4work-Produkte gibt es?
Bis heute gab es eine große Zahl an Produkten, die speziell für ready4work entwickelt oder zugunsten von ready4work verkauft wurden. Beispiele für ready4work-Produkte sind der Wolfsburger Kunstkalender, ein Wolfsburg-Wein oder der Wolfsburg-Song.

Wie werden die Spendeneinnahmen des Fördervereins in Ausbildungsplätze investiert?
Partner von ready4work ist der RegionalVerbund für Ausbildung e. V. (RVA) in Wolfsburg. Dieser hat seit 1998 bereits mehr als 1.400 zusätzliche Ausbildungsplätze für marktbenachteiligte Jugendliche realisiert. Der Förderverein ready4work kann eine Anhebung der jährlichen Zahl an Ausbildungsplätzen beim RVA ermöglichen, indem eine bestimmte Zahl an Ausbildungsplätzen mit je 5.000 € unterstützt wird.

Welche Jugendlichen werden als „marktbenachteiligt“ eingestuft?
Als „marktbenachteiligt“ gilt, wer nach dem Schulabschluss mindestens ein Jahr mit eigenem Engagement versucht hat, einen Ausbildungsplatz zu finden. Erst dann besteht die Möglichkeit, einen Ausbildungsplatz über den RVA zu erhalten. Das persönliche Engagement der Jugendlichen bildet somit eine wesentliche Bedingung.

Rund um den RVA

Was ist das Besondere an einer Ausbildung beim RVA?
Der RegionalVerbund für Ausbildung e.V. (RVA) ermöglicht den Auszubildenden eine „klassische“ betriebliche Ausbildung in seinen „Partnerunternehmen“. Der RVA ist hierbei im formalen Sinne der Ausbildungsbetrieb und damit Träger aller Rechte und Pflichten. Gleichzeitig sorgt der RVA für eine umfassende Betreuung und Beratung für Auszubildende und Betriebe. Die Unternehmen werden weitestgehend von allen administrativen Aufgaben entlastet und übernehmen nur die praktische Ausbildung. Somit steigt die Attraktivität für die Partnerbetriebe zusätzliche Ausbildungsplätze anzubieten.

Was kostet ein Ausbildungsplatz beim RVA?
Ein Ausbildungsplatz beim RVA kostet für die Gesamtdauer der Ausbildung rund 29.000 €. Hiervon werden alle entstehenden Kosten einschließlich Betreuung, Verwaltung, Prüfungsgebühren etc. abgedeckt.

Besteht die Gefahr der Umwandlung bisher regulärer Ausbildungsplätze in geförderte Ausbildungsplätze?
Nein. RVA und ready4work konzentrieren sich ausschließlich auf zusätzliche und erstmalige Ausbildungsplätze. Jedes Unternehmen wird daraufhin überprüft, ob es weiterhin die Zahl der bisherigen Ausbildungsplätze anbietet, bevor zusätzliche Plätze nach dem RVA-Modell angeboten werden können. Die Prüfung erfolgt in Zusammenarbeit mit IHK und Handwerkskammer.

Wie erfolgt die Auswahl der Jugendlichen?
Die Auswahl der Jugendlichen erfolgt eigenständig durch den RVA nach einem eigens entwickelten und erprobten Auswahlverfahren.

Wie hoch ist die Quote der Ausbildungsabbrecher beim RVA?
Die Quote der Ausbildungsabbrecher beim RVA liegt bei rund 20 % und damit ähnlich der Quote bei regulären Ausbildungsverhältnissen. Der RVA stellt bei jedem Ausbildungsabbruch, der trotz intensiver Betreuung und Beratung von Auszubildendem und Unternehmen nicht immer verhindert werden kann, sicher, dass der frei werdende Ausbildungsplatz kurzfristig neu besetzt wird.

Wie viele Auszubildende des RVA bestehen die Abschlussprüfung?
Rund 95% aller bisherigen RVA-Auszubildenden haben zum Ende ihrer Ausbildung ihre Abschlussprüfung bestanden. 81% absolvierten ihre Prüfung bereits im ersten Versuch erfolgreich, 12% im zweiten und 2% im dritten Versuch. Lediglich 5% blieben ohne Abschluss.

Wie hoch ist die Übernahmequote der Ausgebildeten beim RVA?
Über 60 % der Ausgebildeten finden im direkten Anschluss an die Ausbildung eine Anstellung. Sechs Monate nach Abschluss der Ausbildung liegt diese Quote bei über 70 %.
  • Partner
  • Volkswagen AG
  • Stadt Wolfsburg
  • Wolfsburg AG
  • AutoVision GmbH
  • IG Metall Wolfsburg
  • VfL Wolfsburg-Fußball GmbH
  • Volkswagen Coaching GmbH
  • Volkswagen Bank GmbH
  • Autostadt GmbH
  • Neuland Wohnungsges. mbH
  • Volkswagen Immobilien Service GmbH
  • Stadtwerke Wolfsburg AG
  • Volkswagen Individual GmbH
  • Volksbank BraWo
  • Wolfsburg Marketing GmbH
  • IHK Lüneburg-Wolfsburg
  • Firmengruppe Lübnitz
  • CEVA Logistics
  • RegJo
  • T-Systems
  • Moretti Immobilien
  • Ed. Züblin AG


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